DiDiER Digitalisierte Dienstleistungen im Bereich der Ernährungsberatung von Personengruppen mit erhöhten gesundheitlichen Risiken bei Fehlernährung

Ziele

Dienstleistungen, die bislang vor allem in der direkten, auf

Expertenwissen gestützten Interaktion zwischen Kunde und Dienstleister

erbracht wurden, können durch den Einsatz von sensorgestützter IT

erheblich verbessert werden und damit zu einem Quantensprung für

Patienten (Beratungsqualität) und Berater (Effektivität und Effizienz)

führen. Neue Technologien müssen aber gleichzeitig auch der Sorge der

Bürger vor einem Datenmissbrauch Rechnung tragen. Dies gilt ganz

besonders, wenn umfassende Bewegungs- und Ernährungsprofile erstellt

werden, selbst wenn dies zum Zweck der Gesundheitsvorsorge geschieht,

wie im Beispiel der Ernährungsberatung für Risikopatienten.

Ziel des DiDiER-Projekts ist es, die Beratungsqualität von

Dienstleistern im Bereich der Ernährungsberatung erheblich zu

verbessern, indem patienten- und dienstleistungsrelevante Informationen

digital verfügbar gemacht werden. Durch diese Digitalisierung können

sich Berater besser auf den einzelnen Patienten vorbereiten, da Daten

früher und ohne subjektive Wahrnehmungsverzerrungen bereitstehen. Die

Patienten, ebenso wie die Berater, profitieren durch den Zugriff auf

externe Wissensbasen. Dieses Konzept wird konkret in zwei

Anwendungsfällen realisiert: In der Ernährungsberatung bei

Nahrungsmittelunverträglichkeiten/-allergien sowie bei Vorliegen von

Gebrechlichkeit bei geriatrischen Patienten. Zur Wahrung der

informationellen Selbstbestimmung verbleiben die Daten dabei beim

Patienten, welcher seinem Berater erlauben kann, Auswertungen der Daten

mittels sogenannter „Smart Services“ durchzuführen.

Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Stärkung der informationellen

Selbstbestimmung, die durch die Umkehrung des „klassischen“

Applikationsmodells angegangen werden soll: Anstatt die Daten an einen

zentralen Verarbeitungsserver in der „Cloud“ zu liefern, dort zu

verarbeiten und anschließend dem Kunden die durch Algorithmen gewonnenen

Erkenntnisse zurückzuspielen, soll dieser Prozess umgekehrt werden. Die

Daten verbleiben beim Kunden, die personalisierten Algorithmen – die

Smart Services – kommen zu ihm und bearbeiten die Daten, ohne diese

weitergeben zu können, in seiner persönlichen, speziell für Sicherheit

entwickelten IT-Umgebung, seiner „Home Cloud“. Auf dieser Weise behält

der Kunde die volle Kontrolle über seine Daten.

Personen

Projektleitung Intern

Projektleitung Extern

Dr. Marco Eichelberg

Wissenschaftliche Leitung

Publikationen
DiDiER – Digitized Services in Dietary Counselling for People with Increased Health Risks Related to Malnutrition and Food Allergies

Elfert, Patrick and Eichelberg, Marco and Tröger, Johannes and Britz, Jochen and Alexandersson, Jan and Bieber, Daniel and Bauer, Jürgen and Teichmann, Susanne and Kuhn, Ludwig Kuhn and Thielen, Martin, and Sauer, Janina and Münzberg, Alexander and Rösch, Norbert and Hein, Andreas; IEEE Symposium on Computers and Communications; 0Juli / 2017

Partner
T-Systems International GmbH
EUROKEY Software GmbH
www.eurokey.de
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
www.dfki.de
Hochschule Kaiserslautern
www.hs-kl.de
Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V.
www.iso-institut.de
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
www.uni-oldenburg.de
Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
www.daab.de

Laufzeit

Start: 01.08.2016
Ende: 31.07.2019

Fördermittelgeber

BMBF

FKZ: 01FJ15110