Digitale Küste

Motivation

Eine ganzheitliche Digitalisierung der maritimen Wirtschaft in Deutschland, hin zu einer digitalen Küste, birgt das Potential der Effizienzsteigerung, Kostenreduzierung und der Erhöhung der maritimen Sicherheit. Entstehende innovative technologische Lösungen und Konzepte werden dabei einen signifikanten Beitrag zum Umweltschutz leisten, womit sie die Erreichung der Klimaziele unterstützen und beschleunigen. Die maritime Wirtschaft in Deutschland leistet einen essentiellen Beitrag zur Exportbilanz, weshalb die Betrachtung der Cybersicherheit im Rahmen der Digitalisierung von grundlegender Bedeutung ist. Darüber hinaus zeichnet sich der maritime Handel weltweit durch eine engmaschige Vernetzung unterschiedlicher Mitwirkender aus, was neben einer technologischen auch eine geopolitische Betrachtung der Digitalisierung erfordert.

In den kommenden zehn Jahren wird die Digitalisierung der maritimen Wirtschaft die Arbeit in der Industrie, Politik und Forschung nachhaltig prägen. Eine proaktive und erfolgreiche Gestaltung dieses Wandels erfordert eine Definition der Leitvision „Sichere Digitale Küste 2030“. Die Digitale Küste Deutschlands ist ein „Ocean of Things“ – bestehend aus einem hochautomatisiertem und intelligent agierenden Netzwerk echtzeitfähiger Technologien. Sicherheit, Effizienz und Effektivität des seegebundenen Verkehrs, die umweltverträgliche Nutzung der Meere und Küsten sowie die Leistungsfähigkeit des maritimen Transport-, Produktions- und Dienstleistungssektors werden nachhaltig gewährleistet.

Ziele

Der Fokus des Projekts „Digitale Küste“ liegt in der Anwendung der Szenariotechnik, mit der die Entwicklung der maritimen Industrie im Kontext der Digitalisierung prognostiziert wird. Hierzu wird der Input wichtiger Stakeholder aus Industrie, Politik und Forschung in den Prozess der Szenariogenerierung integriert. Parallel dazu wird eine Vision erstellt: „Sichere Digitale Küste 2030“. Diese Vision bildet die Idealvorstellung der digitalisierten maritimen Industrie Deutschlands ab. Sowohl aus den entwickelten Szenarien als auch aus der Vision werden der proaktiven und erfolgreichen Gestaltung der Digitalisierung dienliche Handlungsempfehlungen für Industrie, Politik und Forschung abgeleitet. Es wird auf diesen basierend eine Technologie-Roadmap erstellt, in der die Ergebnisse zusammenfassend aufgezeigt werden. Für die Industrie und Forschung soll diese Roadmap den Grundstein für zukünftige Digitalisierungsvorhaben legen. Darüber hinaus kann die Politik anhand dieser Roadmap zukünftige Bedarfe an Forschungsprogramme ableiten. Des Weiteren werden besonders relevante und für den Erfolg der Digitalisierung wichtige Technologien und deren Einsatzzwecke in der Roadmap beschrieben, was mit einer expliziten Betrachtung der Cybersicherheit einhergeht.

Mitglieder des Konsortiums sind das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE), die Helmut Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und OFFIS.
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Personen

Projektleitung Intern

Wissenschaftliche Leitung

Partner
Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg
www.hsu-hh.de
Fraunhofer FKIE
www.fkie.fraunhofer.de

Laufzeit

Start: 01.09.2020
Ende: 31.08.2021

Fördermittelgeber