Wie gelingt die Energiewende im Zusammenspiel von Gesellschaft, Technologie und Politik? Damit beschäftigten sich die dritten Oldenburger Klimatage vom 7. bis 9. Oktober unter dem Motto „Klima, Mensch und Energie“. Organisiert wurde die Tagung an der Carl von Ossietzky University of Oldenburg von Prof. Dr. Astrid Nieße aus dem OFFIS-Vorstand und Prof. Dr. Jannika Mattes, zusammen mit Sabrina Paustian.
Drei Tage lang kamen in Oldenburg Vertreter aus Wissenschaft und der Praxis zusammen, um die laufende und künftige sozio-technische Energiewende aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Beim Auftakt im CORE Oldenburg ging es um die Bedeutung von Klimaschutz und Energiewende für Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Am zweiten Tag diskutierten internationale Forschende unter anderem über Energiegemeinschaften in Orten oder Vierteln; die Nordsee als komplexer legaler Raum der Energiewende – besonders mit Blick auf Offshore-Windkraft; die Digitalisierung von Energiesystemen und mögliche politische Wege zur Klimaneutralität.
Auch der OFFIS-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff beteiligte sich mit einem Vortrag zur Rolle von Vertrauen und Meinungsdynamiken im Kontext der fortlaufenden Energiewende. Die Klimatage machten deutlich, dass die Energiewende nicht allein eine technische Aufgabe ist: Gesellschaftliche Einstellungen und die Akzeptanz neuer Lösungen beeinflussen den Wandel des Energiesystems.
Dialogveranstaltungen zu Energiegemeinschaften und Generationengerechtigkeit sowie eine Filmvorführung des Dokumentarfilms „2040 – Wir retten die Welt!“ rundeten das Programm ab.
Die Oldenburger Klimatage finden seit 2022 alle zwei Jahre statt.