EDA-Clusterforschungsprojekt ROBUST gestartet

14.04.2009 Energie

Am 1. April startete das Projekt ROBUST (Entwurf Robuster Nanoelektronischer Systeme) mit dem Ziel der Erforschung neuer Methoden und Werkzeuge für den Systementwurf robuster System-on-Chip-Architekturen, die die Fähigkeit aufweisen, Funktionsfehler, Fertigungsfehler sowie Parameterschwankungen während des Betriebs zu kompensieren. Dies ist notwendig, da die fortschreitende Technologieentwicklung bei der Herstellung hochintegrierter Schaltkreise zu einer zunehmenden Annäherung an physikalische Grenzen führt. Der Übergang zu Technologien mit Strukturbreiten von 45 nm und darunter hat zur Folge, dass ein Transistorkanal deutlich weniger als 100 dotierte Atome aufweist und die Dicke des Gate-Oxids nur noch wenige Atomlagen besitzt, so dass mit einer stark wachsenden Sensibilität für stochastische Effekte zu rechnen ist. Diese stetige Miniaturisierung führt sowohl zu steigenden Prozessvariabilitäten als auch zu zunehmenden zeitabhängigen Variabilitäten im Betrieb.
Das BMBF fördert ROBUST zusammen mit einem Industriekonsortium im Rahmen der EDA-Clusterforschungsprojekte, in denen Hochschulen und Forschungseinrichtungen an zukunftsweisenden EDA-Forschungsthemen mit industrieller Patenschaft und Unterstützung arbeiten. Ziel dabei ist es, Methoden zu erforschen, die in 5-10 Jahren zum industriellen Einsatz kommen können. Gefördert werden 18 Personenjahre für OFFIS und fünf weitere deutsche Forschungseinrichtungen. Die Organisation der Clusterforschungsprojekte wird vom edacentrum durchgeführt.