Zirkuläre Wertschöpfungsmodelle stehen vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen, wofür unterschiedliche Ursachen diskutiert werden. Besonders relevant ist für die Umsetzung zirkulärer Modelle die Position der wesentlichen Akteure innerhalb regionaler
Wertschöpfungssysteme und damit in Verbindung stehend deren Einflussmöglichkeiten auf
die Versorgung mit gebrauchten Produkten und (recycelten) Materialien. In Ermangelung umfassend etablierter nachhaltiger Geschäftsmodelle reduziert dies das Potential, welches sich durch die Circular Economy ergeben kann.
Das Ziel der wissenschaftlichen Voruntersuchung WeR³t-Netze ist, datengetriebene und ressourceneffiziente Dienstleistungen sowie Geschäftsmodelle für regionale Kreislaufwirtschaft zu identifizieren und den entsprechenden Forschungsbedarf abzuleiten.
Es wird untersucht, wie insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in regionalen Netzwerken mit innovativen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen Synergien schaffen, lokale Ressourcen optimal nutzen und ihre Resilienz steigern können. Hierfür sind eine
gemeinsame Vision und ein Nachhaltigkeitsverständnis auf Basis bestehender Lösungsansätze und Angebote, wie z.B. digitale Marktplätze, weitere Plattformen, digitale Produktpässe und digitale Zwillinge grundlegende Voraussetzungen, die durch Backcasting systematisch entwickelt werden können.