ProRES Proactive Resilience for Increased Energy System Flexibility and Stability

Motivation

Die Motivation des Projekts ergibt sich aus der zunehmenden Komplexität von Energiesystemen, da erneuerbare Erzeugung immer variabler und zugleich flächendeckender wird. Mit mehr Solarenergie, Windkraft, Elektrofahrzeugen und flexiblen Lasten wird das Netz schwerer vorherzusagen und zu steuern. Die Beschreibung hebt hervor, dass Betreiber bei größeren Störungen oft nur Sekunden statt Minuten zur Reaktion haben. Hinzu kommt, dass zukünftige Netze häufiger und vielfältiger bedroht sein werden, etwa durch Extremwetter, Engpässe, Spannungsprobleme und Cyberangriffe. Herkömmliche Ansätze sind für diese Bedingungen oft zu langsam oder zu stark reaktiv ausgerichtet. ProRES reagiert darauf mit dem Bedarf nach besseren Werkzeugen, die Betreiber dabei unterstützen, unter Unsicherheit schnell und wirksam zu handeln.

Ziele

Das ProRES-Projekt hat das Ziel, Verteilnetze in einer Zukunft mit sehr hohen Anteilen erneuerbarer Energien widerstandsfähig zu machen, auch in Systemen, die sich 100% erneuerbaren Energien annähern. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von Netzbetreibern dabei, das Netz vor, während und nach Störfällen stabil zu halten und in Stresssituationen schneller sowie fundierter zu entscheiden. Darüber hinaus soll ProRES dazu beitragen, verfügbare Flexibilitäten wie Speicher, Elektrofahrzeuge und steuerbare Lasten besser zu nutzen. Ein weiteres Ziel ist es, das Risiko von Ausfällen und Kaskadeneffekten zu verringern. Insgesamt verfolgt das Projekt den Anspruch, den Netzbetrieb schrittweise von einer reaktiven hin zu einer proaktiven Resilienz weiterzuentwickeln.

Technologien

ProRES setzt auf Echtzeit-Zustandsschätzung, um ein präziseres Bild der Netzzustände zu gewinnen und Probleme frühzeitig zu erkennen. Das Projekt entwickelt Methoden zur Vorhersage störender Ereignisse sowie zur genaueren Bestimmung sicherer Betriebsgrenzen. Ergänzt wird dies durch KI-gestützte Entscheidungsunterstützung, die in kritischen Situationen geeignete Gegenmaßnahmen vorschlägt. Darüber hinaus kommen parallele What-if-Szenariosimulationen zum Einsatz, damit Betreiber mögliche Maßnahmen und deren Auswirkungen schnell miteinander vergleichen können. Eine weitere Schlüsseltechnologie ist ein cyber-physischer digitaler Zwilling, der Training, Lernen und Compliance-Tests in realistischen Simulationsumgebungen unterstützt. Zusammen sollen diese Technologien die Resilienz erhöhen, Entscheidungsprozesse verbessern und Smart-Grid-Software sicherer und zuverlässiger machen.

Personen

Projektleitung Intern

Projektleitung Extern

Filip Pröstl Andrén, AIT Austrian Institute of Technology

Wissenschaftliche Leitung

Partner
AIT Austrian Institute of Technology
www.ait.ac.at
Innsbrucker Kommunalbetriebe AG
www.ikb.at
National Sun Yat-sen University
www.nsysu.edu.tw
KTH (Royal Institute of Technology)
www.kth.se
Östra Kinds Elkraft
www.ostrakindselkraft.se
Dlaboratory Sweden AB
www.dlaboratory.com
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
www.ise.fraunhofer.de
Eindhoven University of Technology
www.tue.nl/en/
ProRES

Laufzeit

Start: 01.12.2025
Ende: 30.11.2028

Website des Projekts

Fördermittelgeber

CETPartnership

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