Ziel: Energetisches Nachbarschaftsquartier

09.02.2018 Energie

Am 08. Februar fand bei OFFIS die offizielle Kickoff-Veranstaltung des Projektes ENaQ - Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg mit allen Partnern statt.  Bereits am Vortag stellten sich viele der beteiligten 21 Projektpartner aus Industrie und Forschung im alten Offizierskasino in einer öffentlichen Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit vor.

Das Innovationscamp traf auf reges Interesse: Rund 100 Gäste nutzten die Möglichkeit, mit den Experten ins Gespräch zu kommen. „Ich freue mich über die hohe Aufmerksamkeit, die diesem Leuchtturm-Projekt entgegengebracht wird“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Das „Energetische Nachbarschaftsquartier“ bezeichnete er als „Sahnehäubchen“ bei der Entwicklung des ehemaligen Militärareals. Dicht umlagert war der Thementisch „Bürgerbeteiligung“ mit einem Modell der Planungen. Zahlreiche Interessierte meldeten sich für einen Projekt-Newsletter an.

„Zu den Kernthemen des Projekts gehört die Frage, wie die lokale Energiegemeinschaft eines Nachbarschaftsquartiers sozial und wirtschaftlich konzipiert sein muss, um für Anwohner, quartierseigene Energieerzeuger und Energiedienstleister langfristig attraktiv und betriebswirtschaftlich tragbar zu sein“, erläuterte OFFIS-Vorstand Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff. Um die Ansätze unter realen Bedingungen zu erproben, soll das Areal als „lebendes“, auf Teilhabe ausgelegtes Labor für Smart-City-Technologien genutzt werden. Über das Energetische Nachbarschaftsquartier hinaus sollen auf dem ehemaligen Fliegerhorst insgesamt gut 950 Wohneinheiten und Gewerbeflächen entstehen. Das Areal stellt somit für die kommenden Jahre die wichtigste Entwicklungsfläche in Oldenburg dar.

Der Energiebedarf des Quartiers soll im Wesentlichen aus lokal erzeugter Energie gedeckt werden. Entwickelt wird ein öffentliches Versorgungsnetz, das eine Kopplung von Strom, Wärme/Kälte und Mobilität unterstützt und den „Energietausch“ im Quartier unter den Nachbarn mit und ohne eigene PV-Anlagen oder Mikro-BHKW fördert.

Mehr zum Innovationscamp finden Sie auch bei der Nordwest-Zeitung unter diesem LINK