Weniger akustische Belastung für Pflegepersonal auf Intensivstationen BMBF-Projekt AlarmRedux gestartet

08.03.2016 Gesundheit

BMBF-Projekt AlarmRedux gestartet

Mit der zunehmenden Entwicklung der Biosensorik und damit verbundener Überwachungsmöglichkeiten steigt die Häufigkeit akustischer und optischer Alarme auf der Intensivstation. Lärmbelastung und häufige Unterbrechungen klinischer Primärprozesse stellen eine zu großen Teilen vermeidbare Arbeitsmehrbelastung dar und führen zu erheblichem, durch ältere Mitarbeiter schwerer zu kompensierendem kognitivem Stress, sowie mittelfristig zu einer für die Patienten gefährlichen Desensibilisierung professionell Pflegender für Alarme („Alarm  fatigue“).

Das Ziel des Projektes AlarmRedux ist die Entwicklung methodischer und technischer Konzepte, um sowohl die Arbeits- als auch kognitive  Belastung  des klinischen  Personals  durch  Alarme  messbar und nachhaltig zu verringern. Die Gruppe Interaktive Systeme im Bereich Gesundheit entwickelt dazu neue Interaktionsformen der Alarmdistribution und -signalisierung z.B. über tragbare, multimodale Endgeräten, die es erlauben, verschiedene Aufmerksamkeitsstufen des Nutzers zu adressieren.

Die AlarmRedux-Kooperationspartner sind Philips Medizinsysteme Böblingen (Koordinator), Bitsea Gmbh und das Department für Versorgungsforschung der  Universität Oldenburg. Das Klinikum Oldenburg und das Universitätsklinikum Gießen sind als Anwendungspartner in das Projekt eingebunden.

AlarmRedux wird durch das BMBF im Rahmen der Ausschreibung „Pflegeinnovationen zur Unterstützung informell und professionell Pflegender“ gefördert. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre.