Luftaufnahme des ersten Bauabschnitts im Quartier Helleheide auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände in Oldenburg. Im Bildmittelpunkt unten: die Technikfläche „Forschungshorst", auf der das Interreg-Projekt CityLogistic 2.0 einen mobilen Mobility Hub temporär aufgebaut hat. Der energetisch autarke Mini-Hub soll klimaneutrale Paketzustellung auf der letzten Meile direkt ins entstehende Wohnquartier erproben.
Im Quartier Helleheide auf dem Fliegerhorst entsteht ein Reallabor für innovative Lösungen rund um Wohnen, Energie und Digitalisierung. Die Stadt Oldenburg, die Wohnungsbaugesellschaft GSG und das Informatikforschungsinstitut OFFIS haben dafür eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, neue Technologien und Konzepte praxisnah zu testen und nachhaltige Lösungen für eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung zu schaffen.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht darin einen wichtigen Impuls für den Standort Oldenburg: „Hier schaffen wir einen Ort, an dem neue Technologien unter realen Bedingungen erprobt werden können. Gleichzeitig stärken wir Oldenburg als Forschungs- und Innovationsstandort und bieten Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen attraktive Möglichkeiten, ihre Entwicklungen praxisnah zu testen und weiterzuentwickeln.“
Forschung trifft Quartier
„Reallabore wie dieses sind für uns der entscheidende Schritt von der Erkenntnis zur Wirkung. Bei den großen Transformationsaufgaben unserer Zeit – Energiewende, klimagerechtes Wohnen, digitale Infrastruktur – brauchen wir Orte, an denen Wissenschaft und Praxis unmittelbar zusammenwirken. Das Reallabor Helleheide schafft genau diesen Rahmen: Technologien werden nicht im Labor entwickelt, sondern direkt im lebendigen Stadtquartier erprobt", sagt Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, Vorstandsvorsitzender von OFFIS.
Die Kooperation baut auf bereits bestehenden gemeinsamen Projekten auf: Im Projekt „Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg“ hatten die Kooperationspartner zusammen mit weiteren Beteiligten ein klimafreundliches Energiekonzept für das Gelände entwickelt. Das Projekt befindet sich inzwischen in der zweiten Förderphase und läuft bis 2030. „Mit dieser Vereinbarung können GSG, OFFIS und Stadtverwaltung das Reallabor gemeinsam weiter mit Leben füllen. Wir freuen uns, Teil dieser Kooperation zu sein“, sagt Daniel Jircik, Geschäftsführer der GSG.
Technikfläche als Experimentierraum
Ein wichtiger Bestandteil des Reallabors ist die Technikfläche „Forschungshorst“, die von der Stadt Oldenburg zur Verfügung gestellt wird. Die Fläche bietet Forschungsinstituten, Unternehmen, Start-ups und Initiativen die Möglichkeit, neue Technologien praxisnah im Quartier zu testen. Die Fläche verfügt bereits über konkrete infrastrukturelle Voraussetzungen. So ermöglicht beispielsweise ein vorhandener Anschluss an das Nahwärmenetz, neue Wärmepumpentechnologien unter realen Betriebsbedingungen wissenschaftlich zu begleiten.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/fliegerhorst
oder per E-Mail an Lena Winter vom Fachdienst Digitales,