Die Niederlande haben dabei bereits im Dezember 2025 eine nationale Action Agenda zur Digitalisierung des Energiesystems veröffentlicht, getragen von Akteur*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft. In Deutschland erarbeitet eine Arbeitsgruppe der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) im Rahmen der Akademieninitiative Energiesysteme der Zukunft (ESYS) derzeit Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger*innen.
Vor diesem Hintergrund fand am 18. März in der niederländischen Botschaft in Berlin der "German-Dutch Workshop on Digitalization of the Energy System" statt. Die Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten beider Länder zusammen, um zentrale Fragen der digitalen Transformation des Energiesystems zu diskutieren. Der fachliche Austausch gliederte sich in vier thematische Schwerpunkte, die jeweils durch Beiträge aus beiden Ländern eröffnet wurden.
OFFIS war durch Dr.-Ing. Eric Veith, Wissenschaftlichen Leiter aus dem Bereich Energie des Instituts, vertreten. In seinem Beitrag stellte er Ansätze zu intelligenten Agenten vor, die durch gezieltes, robustes Training befähigt werden, auch unter schwierigen Bedingungen korrekt zu reagieren – und so aktiv zum Schutz komplexer Energienetze beizutragen.
Der Workshop unterstreicht den Mehrwert internationaler Kooperationen für die Energiedigitalisierung: Bilateraler Wissenstransfer und der Abgleich konkreter Praxiserfahrungen helfen beiden Ländern, gemeinsame Herausforderungen gezielter anzugehen und robuste Lösungen zu entwickeln.