Seit drei Jahren fördert die Europäische Union ein Netzwerk von rund 150 sogenannten „European Digital Innovation Hubs“ (EDIHs), die das Ziel haben, die digitale Transformation im Mittelstand sowie in der öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Zu diesem Zweck bieten die EDIHs Schulungen und Vernetzungsveranstaltungen an, unterstützen Unternehmen beim Zugang zu Fördermitteln für Digitalisierungsprojekte und führen gemeinsam mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen Pilotprojekte durch, die exemplarisch die Verbesserung von Prozessen oder Produkten durch neue Technologien erproben („Test before Invest“). Dabei arbeiten die EDIHs eng mit verwandten Initiativen wie den Mittelstand-Digital-Zentren, dem Zentrum für Digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) oder den Test- und Versuchseinrichtungen (TEF) der Europäischen Union zusammen.
OFFIS leitet seit Anfang 2023 mit CITAH („Cross-Industry Transformation in Agriculture and Health“) das Europäische Innovationszentrum für die Weser-Ems-Region und unterstützt gemeinsam mit den Verbundpartnern Unternehmen und öffentliche Einrichtungen primär aus den Bereichen Gesundheitswesen und Agrarindustrie bei Digitalisierungsprojekten. Beispiele für die verschiedenen von CITAH durchgeführten Projekte finden sich unter https://citah.de/kundenprojekte/.
Die Europäische Union hat nun bekannt gegeben, dass CITAH eine zweite Förderphase erhalten wird, so dass nun bis März 2029 Leistungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen angeboten werden können. Unter dem Titel „Cross-Industry Transformation in Agriculture, Health and Beyond“ (CITAH+) soll das Spektrum der Leistungen auf weitere Branchen erweitert werden. Außerdem werden Anwendungsmöglichkeiten von Verfahren der künstlichen Intelligenz sowie des Rechtsrahmens für ihren Einsatz ein größeres Schwerpunktthema als bislang sein: Die Europäische Union möchte die EDIHs zu zentralen Anlaufstellen für alle Fragen rund um das Thema KI ausbauen.
Gemeinsam mit OFFIS werden das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück, die Universitäten Oldenburg und Osnabrück, das Agrotech Valley Forum sowie – neu hinzu gekommen – das Innovationsquartier Oldenburg (IQON) ihre Kräfte bündeln, um den Transfer von Know-how aus der Forschung in die Praxis und die Steigerung des digitalen Reifegrads von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland voranzutreiben.
Ansprechpartner: Dr. Marco Eichelberg