Der Preis „MINT stärken. Mädchen fördern. Zukunft gestalten.“ zeichnet Konzepte aus, die MINT-Förderung neu denken. In dieser Ausschreibung liegt der Fokus spezifisch auf jungen Frauen im Alter von 14 bis 18 Jahren im nordwestlichen Niedersachsen.
Die Altersgruppe der 14- bis 18-jährigen Mädchen ist zentral für die MINT-Förderung, da in dieser Phase Interessen, Selbstbild und berufliche Ambitionen und Berufswünsche geformt werden. Gezielte, praxisnahe Angebote, die Selbstwirksamkeit stärken und weibliche Vorbilder sichtbar machen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Mädchen langfristig MINT-orientierte Bildungs- und Berufswege einschlagen.
Wir suchen Ansätze, die über klassische Formate hinausgehen und Mädchen eine aktive Rolle als Gestalterinnen ermöglichen. Es geht darum, MINT-Themen emotional ansprechend und durch Vorbilder zu vermitteln und aktive, selbstwirksame und gestaltende Rollen von Mädchen zu fördern.
Ziel ist es, nachhaltige Impulse für eine strukturelle Stärkung von Mädchen im MINT-Bereich in der Region zu setzen.
Neue Ansätze jenseits des Standards
Wir suchen neue Konzepte, die Mädchen und junge Frauen anders ansprechen als bisherige MINT-Konzepte in der Region. Wir möchten neue Ideen und auch unkonventionelle Ansätze fördern, die MINT und digitale Technologien miteinander verbinden. Neue Ansätze bedeuten hier zum Beispiel: neue Verknüpfungen, neue Orte oder didaktische Konzepte, die die Bedarfe der Altersgruppe ernst nehmen. Wir begrüßen insbesondere Konzepte, die versuchen, MINT-Angebote mit weiteren Lebensbereichen der Zielgruppe zu verbinden – etwa mit Schule, Hobbys, Freundeskreisen oder Familie. Besonders fördern möchten wir Aktivitäten, die die gesellschaftliche Relevanz und Wirkung von MINT für die Lebenswelt der Mädchen sichtbar und erfahrbar machen. Dabei sollten digitale Technologien eine zentrale Rolle spielen.
Weiterentwicklung bestehender Konzepte
Neben neuen Ansätzen können auch bereits erprobte MINT-Förderangebote für Mädchen und junge Frauen eingereicht werden, sofern diese nachweislich Wirkung entfalten und durch zusätzliche Ressourcen gezielt weiterentwickelt werden sollen. Die systematische Weiterentwicklung praxiserprobter Formate soll die Nachhaltigkeit regionaler MINT-Angebote sichern und unterstützt eine langfristige Wirkung im nordwestlichen Niedersachsen.
Mögliche Weiterentwicklungen sind beispielsweise:
Echte Mitbestimmung
Erfolgreiche Konzepte werden idealerweise mit den Mädchen entwickelt, statt nur „für“ sie. Die Berücksichtigung von Wünschen und Ideen der Zielgruppe ist eine Kernvoraussetzung. Im Konzept sollte kurz aufgezeigt werden, wie die Bedarfe ermittelt wurden (z. B. durch Gespräche, Workshops oder Beteiligungsformate).
Was wir nicht fördern möchten
Bewerben können sich Akteure aus dem nordwestlichen Niedersachsen, insbesondere:
Interdisziplinäre Kooperationen
Pro Einrichtung ist nur eine Einreichung zulässig; bei Kooperationen gilt die Einreichung als gemeinsamer Beitrag der beteiligten Einrichtungen.
Privatpersonen sind von der Einreichung ausgeschlossen.
Die Bewerbung erfolgt als Konzeptidee. Der Prozess ist bewusst niederschwellig gestaltet:
Kreativ-Option: Optional ergänzende visuelle Skizze oder kurzes Video (max. 2 Minuten).
Mit der Einreichung wird versichert, dass bei der Einbindung von Dritten in die Konzeptentwicklung, insbesondere Minderjährigen, alle rechtlichen Vorgaben eingehalten wurden.
Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für technische Übermittlungsfehler, verspätete Einreichungen aufgrund technischer Störungen oder Datenverluste, es sei denn, diese beruhen auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Veranstalters.
Die Jury bewertet die Einreichungen anhand der folgenden gewichteten Kriterien:
Die Entscheidung der Jury ist endgültig.
Die Teilnehmenden räumen dem Veranstalter ein nicht ausschließliches, zeitlich und räumlich unbegrenztes Recht ein, die eingereichten Konzepte für Zwecke der Dokumentation, Öffentlichkeitsarbeit und Weiterentwicklung des Wettbewerbs zu verwenden. Die Urheberpersönlichkeitsrechte (z.B. Namensnennung) bleiben unberührt. Eine Bearbeitung der Konzepte erfolgt nur, soweit dies für die genannten Zwecke erforderlich ist. Eine Unterlizenzierung erfolgt ausschließlich im Rahmen der genannten Zwecke (z.B. an Druckdienstleister oder Medienpartner).
Es werden drei Preise im Gesamtumfang von 10.000€ vergeben:
Der Veranstalter dieses MINT-Wettbewerbs ist der OFFIS e.V. – Institut für Informatik. Die Finanzierung des Preises erfolgt durch die Gesellschaft der Freunde und Förderer des OFFIS e.V., welche sich für die nachhaltige Förderung von Mädchen und jungen Frauen im MINT-Bereich engagiert.
Preisverleihung
Die feierliche Verleihung des Preises findet am 18. Juni ab 14:00 Uhr im Rahmen des Digitopias Forum des Bereich Gesellschaft am OFFIS – Institut für Informatik statt. Die Gewinner*innen werden vorab informiert und zur Verleihung eingeladen. Nach der Bekanntgabe der Gewinner werden diese aufgefordert, die zur Übergabe des Preisgelds notwendigen Kontonummer mitzuteilen.
Wir freuen uns auf neue und weiterentwickelte Ideen, die Mädchen im nordwestlichen Niedersachsen stärken und MINT neu erlebbar machen.
Der Veranstalter behält sich vor, den Wettbewerb aus wichtigen Gründen anzupassen oder abzubrechen. Wichtige Gründe liegen insbesondere vor bei höherer Gewalt, technischen Störungen, unzureichender Anzahl qualifizierter Einreichungen oder rechtlichen Hindernissen. Im Falle eines Abbruchs entstehen den Teilnehmenden keine Ansprüche auf Ersatz von Aufwendungen oder Schadensersatz, außer bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Veranstalters.
Der Rechtsweg hinsichtlich der Auswahl der Gewinnerinnen und Gewinner ist ausgeschlossen. Der Ausschluss betrifft nicht Ansprüche aus Datenschutz- oder Urheberrecht.
Prof. Dr. Susanne Boll ist Professorin für Medieninformatik an der Universität Oldenburg und Vorstandsmitglied am Informatikinstitut OFFIS. Sie ist Expertin für Mensch-Technik-Interaktion und u. a. Kernmitglied der Jury für den Helene-Lange-Preis.
Karin Katerbau ist Vorstandsvorsitzende der OLB-Stiftung. Zuvor war sie viele Jahre Mitglied des Vorstands (CFO/COO) der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB).
Ann-Kathrin Sobeck-Martens ist am OFFIS für die Bereiche Personalentwicklung, Recruiting und Diversity verantwortlich. Sie engagiert sich stark in Frauennetzwerken und für das Thema „Women in Tech”.
Jasmin Fresemann ist Verbundkoordinatorin für das AHOI_MINT Cluster NordWest, das im Schlauen Haus Oldenburg angesiedelt ist und die MINT-Bildung in der Region fördert.
Fynn Horstmannshoff ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Transfermanagement bei OFFIS. Er betreut Projekte an der Schnittstelle von Digitalisierung, Gesellschaft und Verwaltung.
Hier finden Sie die Informationen im PDF-Format.