Integrationsnachgelagertes Datenmanagement am Beispiel des Gesundheitswesens

BIB
Stuber, Ralph and Appelrath, Hans-Jürgen
Informatik 2010 - Neue Perspektiven für die Informatik
Um Synergieeffekte aus der Verschneidung verschiedener Datenbestände nutzen und auf diese Weise neue Informationen gewinnen zu können, werden heutzutage zunehmend integrierte Datenbestände beispielsweise in Form von Data Warehouses erzeugt. Häufig erfolgt die Erzeugung integrierter Datenbestände jedoch nicht durch die Urheber der verschiedenen Datenquellen selbst, sondern durch andere Personen, Institutionen oder Dienstleister. In solchen Fällen ergibt sich für die jeweiligen Quelldatenurheber oftmals erst nach Veröffentlichung des integrierten Datenbestandes eine Möglichkeit zur Einsichtnahme und Validierung der von Ihnen verantworteten Daten, so dass ihnen das klassische Vorgehen zur Durchführung von Datenqualitätsmanagement (DQM) im Rahmen der ETL-Prozesse [Inm92, BG01] nicht ermöglicht wird. Vielmehr kann ein Bedarf an integrationsnachgelagertem Datenmanagement (INDM) identifiziert werden.Zur Deckung dieses Bedarfs wird das Vorgehensmodell VD2M (Vorgehensmodell zur Delegation von Datenmanagement) als neuartiges Konzept für den Umgang mit qualitativen Unzulänglichkeiten der Daten in integrierten Datenbeständen und Data Warehouses entwickelt. Es gibt den Urhebern der Quelldaten die Möglichkeit, integrationsnachgelagert Datenmanipulationen zu initiieren und somit die Datenqualität integrierter Datenbestände und Data Warehouses auch nach Abschluss der ETL-Phase zu erhöhen. Am Beispiel der Weissen Liste, eines Internet-Portals zur Darstellung der Qualität der Versorgung durch Krankenhäuser in Deutschland, wird aufgezeigt, wie eine werkzeuggestützte Umsetzung von VD2M zur Lösung der dargestellten Problemstellung beitragen kann.
09 / 2010
978-3-88579-269-7
inproceedings
Köllen Druck+Verlag
GI
247-252
Weisse-Liste
Portal zur Information über Leistungserbringer im Gesundheitswesen
Klaus-Peter Fähnrich, Bogdan Franczyk
1

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