Der Pflegeberuf gehört zu den körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten überhaupt. Tag für Tag sind Pflegekräfte körperlichen Belastungen ausgesetzt, die durch falsche Haltungen zu langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Die Folgen sind nicht nur für die Betroffenen gravierend, sondern tragen auch wesentlich zu krankheitsbedingten Ausfällen in einem ohnehin stark belasteten Berufsfeld bei.
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, ist eine frühzeitige Sensibilisierung für ergonomisch korrektes Arbeiten erforderlich – idealerweise bereits in der Ausbildung. Genau hier setzt das Projekt „PostureCare“ mit einem innovativen, praxisnahen Schulungsansatz an.
Ein System, das mitdenkt
PostureCare verfolgt ein klares Ziel: die Entwicklung eines interaktiven Schulungssystems, das schädliche Körperhaltungen in der Pflegepraxis frühzeitig erkennt, rückmeldet und dadurch präventiv vermeidet. Das System soll gezielt in der Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften eingesetzt werden, um langfristig ergonomisch korrektes Arbeiten zu fördern.
Das Besondere daran: PostureCare nutzt eine intelligente Kombination aus Mixed-Reality-Technologie und sensorgestütztem Biofeedback, die realitätsnahes Training mit wissenschaftlicher Präzision verbindet.
Technologie im Dienst der Gesundheit
PostureCare wird im Rahmen der Transferprojekte des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Projektpartner sind die Universität Oldenburg – Abteilung Assistenzsysteme und Medizintechnik sowie das Unternehmen MinkTec aus Braunschweig.
Mit PostureCare entsteht ein Schulungssystem, das nicht nur technologisch wegweisend ist, sondern auch einen echten Beitrag zur Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von Pflegekräften leistet. Eine Innovation, die zeigt: Digitalisierung kann und sollte den Menschen in den Mittelpunkt stellen.