Zwei Mitglieder der GMTA als Ort im Land der Ideen 2010 ausgezeichnet

08.02.2010 Pressemitteilung

Auch in diesem Jahr wird wieder jeden Tag ein besonderer „Ort im Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler ausgezeichnet. Mit der HörTech gGmbH und dem Oldenburger Informatikinstitut OFFIS werden in diesem Rahmen gleich zwei Mitglieder der German Medical Technology Alliance (GMTA) für ihre hervorragenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten geehrt. Beide Institutionen stellen sich mit ihren Innovationen dem demografischen Wandel unserer Gesellschaft und sind wichtige Wegweiser auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Lebensqualität bis ins hohe Alter.

 

Die HörTech gGmbH aus Oldenburg wurde bereits zum dritten Mal zum „Ort im Land der Ideen“ gekürt. Neben dem originellen Hörgarten (2006) und dem einzigartigen Kommunikationsakustiksimulator (2008) wird in der Kategorie Wissenschaft und Technik nun auch der „Hörtest per Telefon“ am 15. August 2010 mit dieser Auszeichnung geehrt. Bei dem wissenschaftlich fundierten Testverfahren hat jeder Anrufer die Möglichkeit, unter der Rufnummer 09001-217221* sein Hörvermögen schnell und anonym zu prüfen. 15 Millionen Menschen in Deutschland haben ein eingeschränktes Hörvermögen. Nicht behandelte Hörprobleme führen bei den betroffenen Menschen zu einer unnötigen Einschränkung der Lebensqualität bis hin zur sozialen Isolation. „Die rechtzeitige Diagnose eines eingeschränkten Hörvermögens ist ein erster Schritt, um die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern. Neben der Versorgung mit einer entsprechenden Hörhilfe gehört hierzu auch, dass die Angehörigen und das soziale Umfeld von der Hörschwäche ihres Gegenübers wissen. Nur so können sie verständnisvoll und verantwortungsbewusst mit den Versteh-Schwierigkeiten des Betroffen umgehen“, erklärt der wissenschaftliche Leiter der HörTech gGmbH, Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier.

Stephan Albani, Geschäftsführer der HörTech gGmbH fügt hinzu: „Wenn man sich bewusst macht, dass immer mehr Menschen immer älter werden und jeder Zweite der über 65-Jährigen schwerhörig ist, so besteht hier auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ein erheblicher Handlungsbedarf“.

Der demografische Wandel der Gesellschaft hin zu einer alternden Gesellschaft beschäftigt auch die Forscher und Entwickler am Informatikinstitut OFFIS, das ebenfalls bereits zum zweiten Mal ein „Ort im Land der Ideen“ ist.

 

Ob assistierende Techniken für altersgerechtes Wohnen oder ärztliche Frühwarnsysteme – der medizintechnische Fortschritt der Zukunft basiert auf intelligenten Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien). Am Oldenburger Informatikinstitut OFFIS forscht und arbeitet man an der ständigen Optimierung von IuK-Technologien unter anderem für die Bereiche Gesundheit und Medizintechnik. Im so genannten Technologiefeld des „Ambient Assisted Living“ (AAL) arbeiten bei OFFIS Wissenschaftler und Industrievertreter gemeinsam an innovativen Lösungen, um das körperliche, geistige und soziale Wohlergehen älterer und gesundheitlich beeinträchtigter Menschen auch im häuslichen Umfeld zu erleichtern. „Bei unseren Projekten ist es besonders wichtig, die medizinische, pflegewissenschaftliche, ökonomische und sozialwissenschaftliche Perspektive mit zu denken und die späteren Endanwender der zu entwickelten Assistenzsysteme eng mit einzubinden“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein, Sprecher des Bereichsvorstandes des Forschungs- und Entwicklungsbereichs Gesundheit bei OFFIS.

Über Ansätze, wie Unabhängigkeit und Lebensqualität im Alter gesteigert werden können, erhalten Besucher am 31. August 2010 einen lebhaften Einblick. An diesem Tag ist OFFIS der „Ort im Land der Ideen“ und lädt zu einem Tag der offenen Tür zu dem Thema „Wohnen für Senioren“ ein.

 

Netzwerk von Kompetenzzentren unterstützt Einführung neuester Ergebnisse in die Praxis

 

Das Institut OFFIS und die HörTech gGmbH sind Mitglieder in der German Medical Technology Alliance e. V. (GMTA). Gemeinsam mit vier weiteren Kompetenzzentren aus unterschiedlichen Technologiefeldern werden hier die Erfahrungen im Technologietransfer gebündelt und im Sinne einer Dienstleistung auch an andere Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Unternehmen der Medizintechnik weitergegeben. Die GMTA vermittelt kompetente Partner aus Industrie, Forschung und Medizin und begleitet den Informations- und Technologiefluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette beratend und operativ. Darüber hinaus hilft die GMTA bei der Suche nach finanziellen Fördermöglichkeiten von Produkt- und Projektideen, prüft mit Markt- und Technologieanalysen sowie Zukunftsstudien deren Erfolgschancen im Markt und unterstützt die Zertifizierung, Verwertung und den Vertrieb von Medizinprodukten.

*Der Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 0,99 € pro Anruf. Die HörTech gGmbH darf als gemeinnützige GmbH weder Verluste noch Gewinne machen. Bei einer Gebühr von einem Euro und einer durchschnittlichen Verwendung ist der Test kostendeckend. Sollten Überschüsse entstehen, werden diese in Forschung, Prävention und Qualitätssicherung investiert.

 

Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne auch Bildmaterial zur Verfügung.

 

Pressekontakt:

DauthKaun ZSP GmbH

Yvonne Küchler

Monbijouplatz 5

10178 Berlin

Tel: (030) 2404786-19, Fax: -10

E-Mail: yvonne.kuechler(at)dauthkaun.de

 

HörTech gGmbH

Dr. Corinna Pelz

Marie-Curie-Str. 2

26129 Oldenburg

Tel: (0441) 21 72-203, Fax: -250                        

E-Mail: C.Pelz(at)HoerTech.de            

 

OFFIS

Ann-Kathrin Sobeck

Marketing und Kommunikation

Escherweg 2

26121 Oldenburg

Tel.:(0441)9722-107
E-Mail:
ann-kathrin.sobeck(at)offis.de

 

Redaktioneller Hinweis:

Die German Medical Technology Alliance  e. V. (GMTA) ist der Zusammenschluss von Kompetenzzentren für Medizintechnik, die aus einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2000 hervorgegangen sind. Zur GMTA gehören derzeit das Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik AKM, das Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik HörTech in Oldenburg, das Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin & Technik Tübingen Tuttlingen MITT, das Kompetenzzentrum Miniaturisierte Monitoring- und Interventionssysteme MOTIV in Sulzbach/Saar, das Kompetenzzentrum für Medizintechnik medways in Jena sowie das Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und Systeme OFFIS. Ziel der GMTA ist es, die in den Zentren erbrachten Forschungsergebnisse in die Praxis zu überführen, in Ergänzung zu den Aktivitäten jedes einzelnen Zentrums die gemeinsamen Interessen aller Mitglieder wahrzunehmen und darüber hinaus das in der Allianz gebündelte Transformations-Know-how in Form konkreter Dienstleistungen zu vermarkten. Die GMTA hat ihren Sitz in Oldenburg. Weitere Informationen unter www.gmta.de

 

Die HörTech gGmbH wurde 2001 als Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik vom Hörzentrum Oldenburg und der Universität Oldenburg gegründet. Ziel der gemeinnützigen Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und die Gewinnung neuer Methoden und Erkenntnisse im Bereich des Hörens. Das Institut, das ursprünglich aus einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervorgegangen ist, genießt mittlerweile internationale Anerkennung und leistet viel beachtete Grundlagenforschung zur Verbesserung von Hörgeräte-Technik. Die Mitarbeiter der HörTech suchen nach neuen Möglichkeiten, Hörgeräte besser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Träger anzupassen, sowie nach Methoden, die die Rehabilitation von Hörgeschädigten erleichtern. Für die wissenschaftliche Arbeit werden neueste Erkenntnisse über Audiologie und digitale Verarbeitung von Signalen zusammengeführt. Dabei greift die HörTech auf ein bundesweites Kompetenz-Netzwerk zurück. Sitz der HörTech gGmbH ist das „Haus des Hörens“ in Oldenburg:

www.hoertech.de.

www.hoertest-per-telefon.de

 

Als An-Institut der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg setzt  das Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und Systeme OFFIS seit seiner Gründung 1991 wissenschaftliches Know-how aus der Informatik in Prototypen um, die dann von Wirtschaftspartnern zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt werden können. Damit leistet OFFIS für Unternehmen und Institutionen Forschung und prototypische Entwicklungsarbeit – und das auf höchstem internationalem Niveau. Energie, Gesundheit und Verkehr bilden die drei anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsbereiche von OFFIS. Durchzogen werden diese Bereiche von dem Wissen aus verschiedenen Technologiefeldern. Das Ergebnis dieser Arbeit wirkt auf zwei Ebenen: Zum einen hat sich OFFIS national wie international als Center of Excellence für ausgewählte Anwendungsgebiete der Informatik einen Namen gemacht und OFFIS-Entwicklungen werden von Industrien und Institutionen auf der ganzen Welt genutzt. Zum anderen versteht sich OFFIS regionalpolitisch als Innovationsmotor, durch den Wissen vor Ort bleibt und neue zukunftsfähige Arbeitsplätze für den Nordwesten geschaffen werden. Darüber hinaus fördert OFFIS über die Neuansiedlung von Start-Ups und die Unterstützung von Spin-Offs den Prozess an der Schnittstelle zwischen Forschung und Produktentwicklung. In gleicher Richtung wirkt das starke Engagement von OFFIS bei der Aus- und Weiterbildung als Veranstalter von Fachtagungen und Schulungen sowie auf institutioneller Basis mit der „Berufsakademie für IT und Wirtschaft Oldenburg“. Weitere Informationen unter www.offis.de