AR funktioniert anders als Virtual Reality: Statt die reale Welt komplett auszublenden, legt sie digitale Inhalte darüber. Durch eine AR-Brille bleibt das eigene Wohnzimmer sichtbar – und ein entfernter Freund oder ein Familienmitglied erscheint darin als Avatar. Die eigene Umgebung wird zur gemeinsamen. Das schafft eine Vertrautheit, die Bildschirme nicht bieten können.
Drei Jahre Forschung, ein klares Ziel
Telefonate klingen oft flach, Videochats fühlen sich künstlich an – das Gefühl echter Verbundenheit bleibt auf der Strecke. Genau hier setzt SPIELEND an. Drei Jahre lang haben Forschende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Bergischen Universität Wuppertal, des ITA Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University, der Augmented Robotics GmbH und des OFFIS gemeinsam untersucht, ob Augmented Reality das leisten kann, woran klassische Kommunikationstechnologien oft scheitern: ein echtes Gefühl von Nähe zu erzeugen.
AR funktioniert anders als Virtual Reality: Statt die reale Welt komplett auszublenden, legt sie digitale Inhalte darüber. Durch eine AR-Brille bleibt das eigene Wohnzimmer sichtbar – und ein entfernter Freund oder ein Familienmitglied erscheint darin als Avatar. Die eigene Umgebung wird zur gemeinsamen. Das schafft eine Vertrautheit, die Bildschirme nicht bieten können.
Um das Erlebnis noch greifbarer zu machen, entwickelte das Team eine Weste mit lichtleitenden Fasern und haptischem Feedback. Was im digitalen Raum passiert, wird körperlich spürbar – eine Dimension, die bisher in der Fernkommunikation fehlte. In einer dreiwöchigen Langzeitstudie testeten acht Teilnehmende das System in ihrem eigenen Zuhause und gaben Einblick, wie sich ihr Gefühl von Verbundenheit durch die Technologie veränderte.
Abschlusspräsentation in München
Ende Januar fand in München das Abschlusstreffen des Verbunds „Nähe über Distanz" statt. Alle beteiligten Projekte stellten ihre Ansätze vor und demonstrierten ihre Prototypen. In einer gemeinsamen Diskussionsrunde wurden Ergebnisse und Perspektiven zusammengeführt – und der Blick nach vorne gerichtet.
Kontakt: Dr.-Ing. Wilko Heuten, Jonah-Noël Kaiser