Sicherheit im Update-Zyklus von sicherheitskritischen CPS gewährleisten

05.11.2018 Verkehr

Autonome cyber-physische Systeme (CPS) sind in vielen Bereichen präsent, zum Beispiel in automatisierten Fahrfunktionen oder industriellen Produktionsanlagen. Wegen der hohen  Sicherheitsanforderungen, die damit einhergehen, benötigen sie einen Update-Zyklus, der alle Phasen von der Funktionsentwicklung bis zur Überwachung des sicheren Betriebs abdeckt. Dieser Herausforderung widmet sich das Projekt Step-Up!CPS, dessen Kickoff-Veranstaltung Ende Oktober in Oldenburg stattfand.

Unter Leitung von OFFIS werden im BMBF-geförderten Projekt Step-Up!CPS gemeinsam mit der Uni Oldenburg, dem Institut für Verkehrssystemtechnik des DLR, den Karlsruher Instituten KIT und FZI sowie dem Netzwerk SafeTRANS Methoden, Technologien und Prozesse entwickelt, mit denen zuverlässig nachgewiesen werden kann, dass die Betriebssicherheit jederzeit gewährleistet ist.

Im Rahmen des Projektes wird ein Konzept entwickelt, welches den kompletten Update-Zyklus von sicherheitskritischen CPS abdeckt. Er umfasst die modellbasierte Funktionsentwicklung und Kompatibilitätsprüfung beim Hersteller, das abgesicherte Einspielen der Updates und Überprüfen der Sicherheitseigenschaften sowie die Überwachung zur Laufzeit, um im Fehlerfall die Informationen an den Hersteller zurückspielen zu können. Die dafür nötigen Dienste werden in eine Middleware integriert, welche domänen-agnostisch entwickelt wird. Die entwickelten Lösungen werden in Anwendungsfällen aus den Domänen Automotive, Maritime und Industrie 4.0 prototypisch umgesetzt und demonstriert.

Um die industrielle Relevanz der erarbeiteten Lösungen sicherzustellen, arbeitet das Projekt in einem Open Innovation Prozess eng mit einem Industrial Advisory Board zusammen, das Anforderungen liefert und die erarbeiteten Konzepte validiert.