Projekt erfolgreich abgeschlossen - Vasco macht sicherheitskritische Raumfahrtoperationen sicherer

10.06.2014 Verkehr

Die Ergebnisse des von der ESA direkt beauftragten Projektes VASCO (Verification Models for Advanced Human-Automation Interaction in Safety Critical Flight Operations) wurden erfolgreich auf den Final Presentation Days des European Space Research and Technology Centres (ESA-ESTEC) in Noordwijk vorgestellt.

Ziel des Projektes war es, eine formale Verifikationsmethode zu entwickeln, die es erlaubt, komplexe Mensch-Automations-Szenarien zu analysieren. Unfallanalysen zeigen, dass bestimmte Gruppen von Bedienfehlern immer den gleichen Strukturen folgen, die sich bei der Interaktion mit vielen unterschiedlichen Automationssystemen zeigen. Hier setzte nun das Projekt VASCO an. In Zusammenarbeit mit Astrium Bremen und dem belgischen KMU Symbio sammelte und formalisierte OFFIS diese Fehlerstrukturen. Diese formale Darstellung von Bedienfehlern wurde genutzt, um Schwachstellen im Systemdesign zu identifizieren, die anfällig für eben diese Fehlerarten sind. Die formale Darstellung ebnet zudem den Weg, um für die Suche automatisierte Verifikationsverfahren zu verwenden. Um das Potential dieses Vorgehen zu untersuchen, wurde innerhalb von VASCO anhand des Lebenserhaltungssystems des Columbus Moduls der Internationalen Raumstation (ISS) getestet. Auf Basis der Analyseergebnisse konnten relevante Designverbesserungen für die User-Interfaces und Bedienprozeduren identifiziert werden.

Neben dem vom OFFIS geleitetem Projekt hat die Software System Division der ESTEC ein weiteres Projekt unter der Leitung der TU Delft gefördert, das unabhängig vom OFFIS dieselbe Problematik untersucht hat. In dieser „Konkurrenzsituation“ hat die OFFIS Gruppe HCD mit dem Projektleiter Bertram Wortelen hervorragende Ergebnisse auf von der ESA bestätigtem hohem Niveau geliefert. Die Ergebnisse der beiden Projekte haben sich als komplementär herausgestellt und eine Zusammenführung in einem Nachfolgeprojekt wird angestrebt.