Mobile Energiespeicher - Oldenburger Wissenschaft auf der CeBIT 2011

16.02.2011 Pressemitteilung

Auch in diesem Jahr sind WissenschaftlerInnen der Universität und des Informatikinstituts OFFIS auf der CeBIT in Hannover vertreten. Vom 1. bis 5. März präsentieren sie am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen (Halle 9, Stand B24) Vorhaben zur Einbindung von Elektrofahrzeugen in Smart Grids als mobile Energiespeicher sowie Betriebliche Umweltinformationssysteme zur Einsparung von Material, Energie und Kosten.

Im Fokus der OFFIS-Forschungs- und Entwicklungsbereiche Energie und Verkehr stehen u. a. mobile Energiespeicher von Elektrofahrzeugen. Diese haben gute Potenziale, künftige Energieversorgungssysteme nachhaltig umzugestalten. Langfristig konventionelle Kraftwerkskapazitäten können sie durch die Einspeisung von Energie aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen ersetzen. OFFIS wendet dazu Simulationstechniken und Methoden der Künstlichen Intelligenz an, arbeitet an Fragestellungen der Interoperabilität unterschiedlicher Energiesystemkomponenten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Transfer von Forschungsergebnissen in internationale Standardisierungsprozesse. Die wesentliche Herausforderung dabei ist es, den unterschiedlichen und teilweise in Konflikt stehenden Anforderungen bezüglich der Fahrzeugnutzung, der vorrangigen Verwendung dezentral bereitgestellter Energie und dem zuverlässigen Betrieb der elektrischen Infrastruktur gerecht zu werden.


Um Nachhaltigkeit geht es auch dem universitären An-Institut ecco (ecology + communication Unternehmensberatung GmbH), das auf der CeBIT in enger Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Jorge Marx Gómez Betriebliche Umweltinformationssysteme der nächsten Generation vorstellt. Informationssysteme unterstützen Unternehmen bislang lediglich dabei, gesetzeskonformem Umwelthandeln nachzukommen. Wenn sie bereits in der Planungsphase des Produktlebenszyklus ansetzen, so Marx Gómez, lassen sich erhebliche Potenziale zur Einsparung von Material und Energie mobilisieren und Kosten sparen. Dabei soll das Forschungsnetzwerk ertemis (European Research and Transfer Network for Environmental Management Information Systems) den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft verbessern und die Erforschung interdisziplinärer Fragestellungen im Bereich Betrieblicher Umweltinformationssysteme vorantreiben.
Darüber hinaus werden zwei Betriebliche Umweltinformationssysteme vorgestellt, die in der Abteilung Wirtschaftsinformatik entwickelt wurden. Sie ermöglichen eine nachhaltige, unter Bürgerbeteiligung vorgenommene Bewertung von Projekten und eine global standardisierte Berichterstattung von Unternehmen, die Social Communities einbeziehen.

Weitere Infos unter:

http://www.cebit.de/
http://www.ecco.de

Kontakt:
Prof. Dr. Jorge Marx Gómez

Dr. Christoph Mayer