Investierte niedersächsische Forschungsgelder vervierfacht und über 10 Millionen Umsatz erzielt

12.04.2007 Pressemitteilung

Der Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat auf der heutigen Pressekonferenz im OFFIS, Oldenburg, die Ergebnisse aus dem Abschlußbericht der Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) bekannt gegeben. Die WKN hatte OFFIS in seiner Funktion als An-lnstitut der Universität Oldenburg evaluiert.

 

„Wir wussten durch die sichtbare Wirkung und die hervorragende Drittmittelbilanz, dass OFFIS zu den erfolgreichsten Forschungseinrichtungen des Landes zählt“, sagte Wissenschaftsminister Stratmann und ergänzt: „ Mit diesem ausgezeichneten Evaluationsergebnis wurde diese Einschätzung nochmals objektiviert von neutralen Gutachtern bestätigt.“

 

Sechs Gutachter der WKN haben sich unter dem Vorsitz von Professorin Dr. Martina Zitterbart vom Institut für Telematik der Universität Karlsruhe, im Dezember 2006 ein genaues Bild von den Aktivitäten des OFFIS gemacht.

 

OFFIS hat im evaluierten Zeitraum 2001 bis 2005 über 200 Forschungsprojekte mit mehr als 250 Kooperationspartnern durchgeführt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter veröffentlichten im selben Zeitraum über 570 Publikationen. Dabei konnte OFFIS über 30 Millionen Euro Drittmittel einwerben, was einer Drittmittelquote von über 70 Prozent entspricht.

 

Außerdem bescheinigte die WKN dem OFFIS eine hohe Bedeutung für die Region Nordwest aber auch für ganz Niedersachsen. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht: als Forschungseinrichtung, als Projektpartner für Industrie- und Verwaltungsunternehmen, als Arbeitgeber sowie als „Innovations- und Beschäftigungsmotor“.

 

Auch die die gute bis exzellente nationale und internationale Sichtbarkeit des Instituts – abhängig vom Forschungsbereich – von ihnen hervorgehoben und es wurde betont, dass: „Ein Großteil des Erfolges dem persönlichen Engagement und Mut der OFFIS-Vorstände Professor Hans-Jürgen Appelrath, Professor Werner Damm und Professor Wolfgang Nebel zugeschrieben werden kann.“

 

Kriterien, die nach Wünschen des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) dabei vornehmlich berücksichtigt wurden, waren unter anderem:

  • die wissenschaftliche Bedeutung und Vernetzung des Instituts und seiner wissenschaftlichen Arbeiten regional, national und international,
  • die aktuelle und zukünftige Forschungsausrichtung,
  • die institutsinterne Kooperation, die Organisationsstruktur und das Qualitätsmanagement,
  • die Forschungsaktivitäten der einzelnen FuE-Bereiche anhand üblicher Indikatoren für wissenschaftliche Qualität.

Die heute bekannt gegebenen Ergebnisse der Evaluation, können sich zur Freude des OFFIS Vorstandsvorsitzenden Professor Dr.-Ing. Wolfgang Nebel mehr als sehen lassen: „Das Abschlussgutachten bescheinigt uns eine hervorragende Arbeit in der Vergangenheit und bestätigt uns darin, die eingeschlagenen Wege der Profilbildung und Fokussierung auf Exzellenz fortzusetzen. Wir sind stolz auf diese externe, objektive Einschätzung der Gutachter.“

 

Laut WKN hat OFFIS ein gutes bis sehr gutes Forschungsprofil etabliert, das ständig geschärft und auf der Basis einer fundierten Zukunftsplanung weiter entwickelt werden sollte. Das Institut befindet sich auf einem sehr guten Weg zu einem „Center of Excellence“ – eine weitere Schärfung des Forschungsprofils sowie eine Erhöhung der Promotionsrate des wissenschaftlichen Nachwuchses werden hier als wichtige Eckpunkte gesehen. Die Gutachtergruppe befürwortet auch die Wachstumspläne von OFFIS sowie die identifizierten zukünftigen Forschungsbereiche, merkt jedoch auch an, dass „ein Wachstum in der Breite nicht zulasten der Forschungstiefe gehen sollte.“

 

Nebel dazu: „Wir wollen auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet sein. Dies bedeutet Wachstum zumindest in der gleichen Geschwindigkeit wie der Wettbewerb. Es bedeutet auch die Schaffung notwendiger Forschungsfreiräume jenseits der konkreten Sachzwänge der Auftragsforschung.“ Gleichzeitig hebt er jedoch hervor, dass die Hinweise der Kommission in die OFFIS-Wachstumspläne einfließen: „Wir werden insbesondere dem Ausbau unserer Kompetenzfelder in der internationalen Maßstäben entsprechenden Tiefe unter Berücksichtigung einer den regionalen und nationalen Bedürfnissen entsprechenden Breite weiter vorantreiben.“

 

Dass es sich hierbei nicht um leere Worte handelt, zeigte der ebenfalls heute veröffentlichte Jahresbericht des Instituts für 2006. Erstmals wurden über 10 Millionen Euro Umsatz, davon mehr als 8 Millionen Euro Drittmittel eingeworben. Aktuell beschäftigt OFFIS 209 Mitarbeiter und gründete im letzten Jahr die OFFIS AG, um weitere Ausgründungen durch wissenschaftliche Mitarbeitern unter Beteiligung von OFFIS zu forcieren.

 

Stratmann betonte: „Das Land kann stolz sein auf seine Entscheidung, OFFIS zu gründen und nachhaltig zu fördern. Jeder in OFFIS investierte Euro wurde durch die eingeworbenen Drittmittel im Schnitt vervierfacht und kommt somit zusätzlich zu den mittelbar durch OFFIS und seine Ausgründungen geschaffenen Arbeitsplätzen der wirtschaftlichen Entwicklung der Region und des Landes unmittelbar zugute.“

 

Zu der Stellungnahme des WKN, dass die Grundfinanzierung des Landes unabdingbar ist für den Erhalt der OFFIS Basisinfrastruktur und fortlaufend mindestens um den Inflationsausgleich erhöht werden sollte, sagte Stratmann: „Ich sehe auch die Notwendigkeit, OFFIS in seinem Wachstum weiter zu unterstützen und bin mir bewusst, dass dies nicht durch eine nochmalige Steigerung der Drittmittelquote möglich ist. Hier ist OFFIS bereits an der Spitze des Erreichbaren angelangt.“

 

Nebel schloss ab mit den Worten: „OFFIS nimmt das Gutachten als Ansporn unsere bisherige Flexibilität und die effizienten Entscheidungsprozesse weiterhin zu nutzen, um uns auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.“

 

Die vollständige Forschungsevaluation können Sie zum kostenlosen Download auf den Seiten des WKN – Menüpunkt Publikationen – einsehen.

 

Den OFFIS Jahresbericht finden Sie hier.

 

Das Foto steht Ihnen unter Nennung der Quelle OFFIS zur freien Verfügung im Rahmen der Berichterstattung.

 

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