Holistische Betrachtung von Schiffsbrücken immer wichtiger

05.03.2014 Verkehr

Die Royal Institution of Naval Architects (RINA) hat am 26. und 27. Februar 2014 zum siebten Mal in London die International Conference on Human Factors in Ship Design & Operation ausgerichtet.

Auf der Konferenz sprachen sich Vertreter von Schiffsherstellern, maritimen Unternehmen und Instituten wie Rolls-Royce Marine, DNV GL und Kongsberg Maritime aus Skandinavien, UK, Korea, Nordamerika und Australien sowie aktive Seefahrer vor allem für die Förderung nicht-technischer Fähigkeiten des maritimen Personals aus und eine holistischere Betrachtung der Schiffsbrücke als soziotechnisches System.

Der von OFFIS eingereichte Artikel und Vortrag "Simulation of socio-technical systems for human-centred ship bridge design" erhielt daher besonders positive Rückmeldungen, da in der ganzheitlichen kooperativen Systemanalyse ein Zusammenhang zwischen den Arbeitsprozessen auf Schiffsbrücken und dem Design hergestellt wird.

Im Projekt CASCADe wird diese Art der ganzheitlichen kooperativen Systemanalyse methodisch von OFFIS entwickelt, um auf einer sogenannten Virtuellen Simulationsplattform alle menschlichen und maschinellen Agenten sowie den "optimalen" sozio-technischen Informationsaustausch darstellen zu können. Mit der Virtuellen Simulationsplattform lassen sich damit in sehr frühen Entwicklungsphasen bereits verschiedene Designs von Schiffsbrücken mit den Arbeitsabläufen an Bord zusammenbringen und auf Adaptivität und Effizienz testen.