Europäische eHealth Konferenz in Oldenburg gestartet

11.10.2007 Pressemitteilung

Heute startete die zweite europäische eHealth Konferenz in Oldenburg. Über 50 internationale Experten haben sich im OFFIS zusammengefunden um sich bis zum 12. Oktober darüber auszutauschen, wie Informations- und Kommunikationstechnologien das Gesundheitswesen zukünftig noch stärker unterstützen können.

 

Die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft wird zu einer noch deutlicheren Steigerung des Bedarfs an medizinischen Leistungen, aber gleichzeitig zu weiter verschärften Kostenproblemen führen. Dies erfordert Änderungen der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, es ist aber auch eine Herausforderung an innovative Informations- und Kommunikationstechnologien.

 

„Konkret wird es darum gehen, die Versorgungsprozesse deutlich zu verbessern und die entsprechenden technischen Probleme wie sichere, standardisierte Kommunikation und inhaltlich konsistente Dokumentationsabläufe zu lösen.“ erläutert Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein, Bereichsvorstand des Forschungsbereichs „IuK-Systeme im Gesundheitswesen“ im OFFIS und Mitorganisator der zweiten europäischen Konferenz für „eHealth“. Er begrüßte heute Vormittag gemeinsam mit Reto Weiler, Vizepräsident der Universität Oldenburg, Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner und dem OFFIS Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Nebel die über 50 anwesenden internationalen Gästen. Praktiker und Wissenschaftler aus Australien, Südkorea, der Ukraine, Italien, Norwegen, der Schweiz und anderen Ländern haben sich zusammengefunden um sich an den zwei Konferenztagen intensiv über neue eHealth-Konzepte und Lösungen auszutauschen. Neben konkreten Fragen zur elektronischen Patientenakte, den notwendigen Prozessunterstützungen im Gesundheitswesen werden insb. auch neuartige Gesundheitstechnologien und ihr Einsatz im Kontext der demographischen Entwicklung diskutiert.

 

So stellte Prof. Dr. Osman Ratib von der Universität Genf in seinem eingeladenen Eröffnungsvortrag die enormen Fortschritte der medizinischen Bildgebung dar, die es inzwischen ermöglicht, ohne invasiven Eingriff in fünf und mehr Dimensionen "in den Körper zu blicken". Dies erfordert neuartige Software-Werkzeuge zur Darstellung, Analyse und Befundung der Flut von Bildern und Daten, die die moderne Medizintechnik zur Verfügung stellt. Ein solches Werkzeug namens OsiriX wird an der Universität Genf als kostenlos verfügbare Open-Source-Software entwickelt und bereits heute von mehreren tausend ärztlichen Anwendern weltweit eingesetzt.

 

Weitere Informationen zum Programm und zur Veranstaltung unter:

http://eceh07.offis.de

 

Das Pressefoto steht Ihnen im Rahmen der Berichterstattung unter Nennung der Quelle OFFIS zur freien Verfügung.

 

Ansprechpartner bei Rückfragen der Redaktionen:

Dr. Wilfried Thoben

Bereichsleiter - IuK-Systeme im Gesundheitswesen

Telefon: 0441 9722-131