Erfolg für die maritime Forschung

11.04.2011 Pressemitteilung

In Niedersachsen ist die maritime Wirtschaft einer der wichtigsten und fortschrittlichsten Wirtschaftszweige. In der Offshore-Branche gibt es z. Zt. ca. 50 Unternehmen mit zwischen 1800 bis 2500 Beschäftigten. Die Unternehmen zeigen eine hohe Wettbewerbsfähigkeit, die es auszubauen und zu sichern gilt. So ist es nur konsequent, dass der Europäische Fond für regionale Entwicklung (EFRE) das vom Oldenburger OFFIS – Institut für Informatik koordinierte Projekt „SOOP - Sichere Offshore Projekte“ in diesem Kontext fördert.

Für eine signifikante Steigerung der Windenergiegewinnung auf See ist eine Industrialisierung der Errichtungs- und Wartungsprozesse notwendig. Effizienz und Sicherheit müssen dabei  Hand in Hand gehen.  Das Projekt SOOP – das Kürzel steht für „Sichere Offshore Operationen“ – entwickelt Planungswerkzeuge für die sichere Gestaltung der Abläufe wie z.B. ein Assistenzsystem für Schiffs- und Kranführer. Das Projekt wird mit insgesamt 2, 5 Millionen Euro gefördert und vom Oldenburger OFFIS – Institut für Informatik koordiniert. OFFIS wird in diesem Projekt neben der Koordination die Sicherheitsanalyse und Risikobewertung durchführen. Hier bestehen bereits umfangreiche Erfahrungen aus dem Automotiv- und Avionikbereich. Die Universität Oldenburg übernimmt zum einen die Missionsplanung, zum anderen wird sie die Situationsanalyse auf Basis von modernen Datenstromtechnologien realisieren. Die Jade Hochschule bringt ihre nautische Kompetenz ein und die Hochschule Emden/Leer stellt die notwendige Automatisierungstechnologie bereit. Der Nordwesten nutzt  seine Stärke in der Informationstechnologie, um die niedersächsische Führungsposition in der Offshore-Technik auszubauen.

Der Verbund stellt eine zentrale Verankerung der maritimen Forschung in niedersächsische Forschungsstätten dar. Durch die enge Zusammenarbeit mit den assoziierten Industriepartnern ist sichergestellt, dass den niedersächsischen Firmen Innovationen und aktuelle Entwicklungen aus erster Hand zur Verfügung stehen. „Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zum maritimen Cluster, insbesondere zum hochinnovativen Segment der Meerestechnik, in dem Niedersachsen das industrielle Zentrum in Deutschland darstellt“, merkt Professor Dr.-Ing. Axel Hahn, Bereichsvorstand Verkehr am OFFIS-Institut für Informatik und Professor an der Universität Oldenburg an. „Zudem fließen die Arbeiten des Innovationsverbundes auch die Lehrtätigkeiten der Partner ein, so dass der zu erwartende Bedarf an hochqualifiziertem Fachpersonal direkt mit regionalen Absolventinnen und Absolventen bedient werden kann“, ergänzt Hahn. Das Forschungsprojekt SOOP ist durch die Förderung maritimer Forschung lokaler Hochschulen und Forschungsinstitute prädestiniert, die Zukunftsfähigkeit der Region Nord-West-Niedersachsen nachhaltig zu stärken.

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