DESIGNETZ zieht Halbzeitbilanz

15.02.2019 Energie

Quelle: Lutz Kampert

Mit DESIGNETZ haben sich die 46 Projektpartner rund um den Konsortialführer innogy ein großes Ziel gesetzt: Bis Ende 2020 wollen sie das Energiesystem der Zukunft erarbeiten. Aus 30 Einzelprojekten wie smarten Verteilnetzen, Energiespeichern oder digitalen Steuerungen soll ein innovatives Gesamtkonzept gebildet werden. Gestartet ist das Projekt im Jahr 2017, jetzt zogen die Partner gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Rahmen der Fachmesse E-World in Essen eine Bilanz zur Hälfte der Projektlaufzeit.

Immer mehr Strom wird in Zukunft aus erneuerbaren Energien gewonnen. Bereits heute gibt es in Deutschland rund 1,7 Millionen dezentrale Erzeugungsanlagen, die grünen Strom aus Windkraft, Sonnenenergie oder Biogas ins Netz einspeisen – Tendenz weiter stark steigend. Um der dadurch entstehenden schwankenden Einspeisung und dem sich gleichzeitig verändernden Verbrauch gerecht zu werden, bedarf es intelligenter Konzepte.

Das Projekt soll zeigen, wie ein dezentrales Energiesystem flexibel und effizient gesteuert werden kann und dabei gleichzeitig die Versorgung sichert. Denn die Versorgungssicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dabei spielt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Intelligente Netze können die Stromflüsse nach Erzeugung und Verbrauch optimal steuern, Speichertechnologien ausnutzen und im Ergebnis den Netzausbau reduzieren.

Eine der Hauptaufgaben von OFFIS in Designetz ist die methodische Unterstützung der Projektpartner bei der einheitlichen Beschreibung der Energiewendelösungen durch die Nutzung der Use Case Methodik und des Smart Grid Architecture Models. Dies bietet die Grundlage zur Planung und zum technischen Controlling der Umsetzung der Digitalisierung in einem Dashboard in Designetz. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Konzeption und Entwicklung einer Simulations- und Visualisierungsumgebung für das Designetz-System-Cockpit, um das Zusammenspiel von Netzbetrieb und Flexibilitätsbereitstellung veranschaulichen zu können.

Der nächste wichtige Schritt im Projekt ist nun der Aufbau dieses System-Cockpits. Es ist der Laborarbeitsplatz, in dem das Zusammenspiel der Einzellösungen im Gesamtsystem erprobt werden kann. Im System-Cockpit werden die Herausforderungen und die zukünftigen Belastungssituationen im Jahr 2035 für die Modellregion realitätsnah simuliert und der Beitrag der einzelnen Projekte zum sicheren Betrieb der Verteilnetze der Zukunft untersucht. Dabei verbindet das System-Cockpit die Live-Daten realer Anlagen mit der simulierten Energiewelt 2035.

Die Pressemitteilung zur Veranstaltung finden Sie unter: https://www.designetz.de/presse/pressemitteilungen/details/designetz-zieht-halbzeitbilanz/

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://www.designetz.de/