Best-Paper-Award für Arbeit zu rechnergestützter Verifikationsmethode Neues Vorgehen beschleunigt die Entwicklung von Industrie-4.0-Anwendungen

18.09.2015 Verkehr

Auf der Konferenz ”Forum on specification & Design Languages“ am 16. September 2015 in Barcelona wurde der Beitrag „Temporal Decoupling with Error-Bounded Predictive Quantum Control“ der Autoren Georg Gläser (IMMS Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH), Gregor Nitsche (OFFIS) und Eckhard Henning (Hochschule Reutlingen) mit dem Best-Paper-Award ausgezeichnet. Für komplexe Simulationen ist oftmals eine Kopplung verschiedener Simulatoren notwendig, deren Synchronisation die Performance signifikant beeinträchtigt. Der prämierte Beitrag zeigt eine Möglichkeit auf, den Synchronisationsaufwand gezielt zu reduzieren und beherrschbarer zu machen.

Die prämierte Arbeit wurde im Clusterforschungsprojekt ANCONA (Analog-Coverage in der Nanoelektronik) entwickelt, das im Juli 2014 gestartet war. Gemeinsam mit fünf Universitäten und Forschungseinrichtungen erarbeitet OFFIS in ANCONA rechnergestützte Verifikationsmethoden, die den Entwurf analog/digitaler Schaltungen erleichtern und deutlich beschleunigen sollen. Solche Schaltungen sind die technologische Basis für Visionen wie das „Internet der Dinge“ und „Industrie 4.0“. Das Zusammenspiel von hierfür neu entwickelten Systemkomponenten und deren parasitären Interaktionen, z.B. über die Versorgungsspannung, kann bislang meist erst im Versuchsaufbau getestet werden. Daher erarbeiten die Projektpartner rechnergestützte Verfahren, um die korrekte Funktion der komplexen Systeme schon während des Entwurfs zuverlässig nachzuweisen.