Stroke OWL Sektorübergreifend organisiertes Versorgungsmanagement komplexer chronischer Erkrankungen am Beispiel Schlaganfall durch Schlaganfall-Lotsen in der Pilotregion Ostwestfalen-Lippe (sorry, only available in German)

Motivation

Der Schlaganfall zählt zu den Erkrankungen mit den weitreichsten sozialmedizinischen Folgen und ist die häufigste Ursache für dauerhafte Behinderung im Erwachsenenalter. Schlaganfälle zeichnen sich durch einen langwierigen Krankheitsverlauf mit einem hohen Re-Infarktrisiko aus. Zudem bestehen erhebliche Versorgungsdefizite:

  • Die Dokumentation des weiteren Verlaufs der Erkrankung nach Entlassung aus dem Akut-Krankenhaus ist unzureichend;
  • Es fehlen qualitativ hochwertige Leitlinien in der Schlaganfallnachsorge;
  • Es fehlen Disease-Management-Programme oder validierte sektorenübergreifende Versorgungsprogramme der Kostenträger.

Die beschriebenen Defizite äußern sich in der hohen 1-Jahressterblichkeit nach Erstschlaganfall und in einer im Vergleich zur Altersgruppe geringeren Lebensqualität der Patienten.

Goal

Stroke OWL hat das Ziel, die Versorgung von SchlaganfallpatientInnen durch eine flächendeckende Implementierung und Evaluation eines sektorenübergreifenden Versorgungsmanagements nach erfolgtem Schlaganfall zu optimieren.

Technologies

Die Operationalisierung erfolgt durch Schlaganfall-Lotsen, die PatientenInnen ein Jahr nach dem initialem Schlaganfallereignis koordinierend begleiten. In einem populations-basierten Ansatz wird der komplette Versorgungspfad integriert. Hierzu wird ein Netzwerk der regionalen Leistungserbringer, bestehend u.a. aus Stroke Units, Rehabilitationspartnern und niedergelassen Ärzten und Therapeuten, etabliert. Ein Qualitäts- und Datenmanagementsystem begleitet den Prozess und ermöglicht die Erhebung sektorenübergreifender Daten zur Versorgungsforschung. Die Schlaganfall-Lotsen werden dafür mit Tablets und einer von OFFIS entwickelten App ausgestattet, um den Versorgungs- und Genesungsprozess zu dokumentieren. OFFIS realisiert zudem ein Konzept zur datenschutzkonformen Speicherung und Verarbeitung der Patientendaten sowie dem Austausch und der Zuordnung dieser Daten zwischen den beteiligten Projektpartnern.

Persons

External Leader

Dr. Georg Galle (Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe)
Publications
Privacy by Design for Integrated Case and Care Management: Receiver-Oriented Encryption in STROKE OWL

Timo Michelsen and Christian Lins and Stefan Gudenkauf and Andreas Hein and Christian Lüpkes; ICT for Health Science Research - Proceedings of the EFMI 2019 Special Topic Conference - 7-10 April 2019, Hanover, Germany; 2019

Gewährleistung von Datenqualität bei Datentriangulation mit Patientendaten

Timo Michelsen, Lars Rölker-Denker, Christian Lüpkes, Andreas Hein, ; Deutscher Kongress für Versorgungsforschung; 10 / 2018

Partners
KONSORTIALPARTNER:
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
www.schlaganfall-hilfe.de
Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, AG 5 Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement
www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag5/index.html
Techniker Krankenkasse
www.tk.de
IKK Classic
www.ikk-classic.de
Innovation Health Partners (IHP)
www.innovationhealthpartners.de
WEITERE PROJEKTPARTNER:
KV Westfalen-Lippe
www.kvwl.de
Ärztenetze in Ostwestfalen-Lippe
Barmer GEK
www.barmer.de
Arbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen in Ostwestfalen-Lippe (OWL)

Duration

Start: 01.10.2017
End: 30.09.2021

Founding Source

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INDEED

Inanspruchnahme und sektorenübergreifende Versorgungsmuster von Patienten in Notfallversorgungsstrukturen in Deutschland (sorry, only available in German)