Hochtechnologie für den Lebensraum Küste – Antrag im Spitzencluster-Wettbewerb mit innovativen Projekten von über 93 Millionen Euro abgegeben

03.12.2007 Aktuelles

Die Metropolregion Bremen-Oldenburg hat erneut ihre wirtschaftliche Stärke und gute Vernetzung bewiesen und sich nach intensiven Vorarbeiten beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) um Fördergelder für einen Technologie-„Spitzencluster“ beworben.

Insgesamt 34 Unternehmen und 19 wissenschaftliche Einrichtungen aus der Region haben sich zu einem Spitzencluster „Mobile Autonome Systeme – Hochtechnologie für den Lebensraum Küste“ zusammengetan. 25% des Clusters wird von Niedersächsischer Seite gestellt. Auch hier kommt das Oldenburger Engagement mit dem Ziel, „Stadt der Wissenschaften“ zu werden, zum Tragen – so sind alle relevanten wissenschaftlichen Einrichtungen wie OFFIS, die Carl-von-Ossietzky- Universität Oldenburg und die FH OOW Partner des Clusters. Auch innovative Firmen wie Inno Tec DATA aus Petersfehn oder Leoni Special Cables aus Friesoythe nehmen neben der Hannover Messe AG und der VW-Konzernforschung teil. Von Bremer Seite beteiligen sich so hochkarätige Player wie Rheinmetall, Atlas Elektronik und Airbus.

Der BMBF-Spitzencluster Wettbewerb richtet sich an Verbünde aus Industrie, Forschung und  Politik. Die Förderung von Spitzenclustern ist ein zentrales Element der Hightech Strategie der Bundesregierung und soll unter dem Motto „Stärken stärken!“ in erster Linie dazu beitragen, Regionen mit einem hohen Technologie- und Innovationspotential an die Weltspitze zu bringen. Damit soll langfristig die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf dem internationalen Markt gesichert und verbessert werden.

OFFIS wird signifikant im Cluster mitarbeiten und dabei seine Kompetenzen im Bereich der Sicheren Eingebetteten Systeme, Logistik und Flugrobotik einbringen.

Beantragt werden Fördergelder in Höhe von mehr als 46 Millionen Euro zu denen die beteiligten Unternehmen weitere 46 Millionen Euro Eigenbeteiligung beisteuern. Mit diesem Geld sollen in den nächsten 5 Jahren 15 Projekte in den Bereichen „Luftfahrt“, „Schifffahrt und Meerestechnik“ und „Maritime Logistik“ gefördert werden.

„Innovative Hochtechnologie ist notwendig, um den Herausforderungen der kommenden Dekaden gerecht zu werden“ sagt Prof. Dr. Frank Kirchner (Universität Bremen, DFKI Robotik Labor), der die Antragstellung koordiniert. „Wir entwickeln Roboter der nächsten Generation, die zu Lande, im Wasser und in der Luft autonom agieren können. Sie erledigen Aufgaben, die für Menschen zu gefährlich oder zu monoton sind und helfen uns dabei, z.B. die Infrastruktur der Häfen effizienter und sicherer zu machen, die Umwelt zu schützen und die zunehmende Bewirtschaftung der maritimen Ressourcen nachhaltig zu gestalten.“
 
In einem Schreiben an Bundesbildungsministerin Frau Dr. Schavan betonte auch Ministerpräsident Christian Wulff die hohe Bedeutung des Antrags für Wirtschaft und Arbeitsplätze in der Küstenregion und sicherte dem Antrag die uneingeschränkte Unterstützung seiner Landesregierung zu.