Human Machine Interaction

Neuartige Anwendungen, wie sie durch mobile, ambiente oder ubiquitäre Rechner entstehen, verlangen intelligente Bedienkonzepte. Im Technologie-Cluster „Human Machine Interaction“ (HMI) werden nutzerzentrierte und situationsgerechte Methoden entwickelt und angewendet, welche die Interaktion zwischen Mensch und Maschine vereinfachen und sicherer machen. Dazu werden kognitive Modelle, Simulationstechniken und formale Analysen genutzt, sowie neue multimodale Interaktionskonzepte entwickelt und deren Akzeptanz evaluiert. Das Technologiecluster adressiert sowohl sicherheitskritische Anwendungen als auch den alltäglichen Umgang mit digitalen Informationen in den Bereichen Gesundheit und Verkehr, denn zukünftig ist abzusehen, dass in vielen Umgebungen sowohl sicherheitskritische Systeme als auch Informations- und Komfortfunktionen gemeinsam integriert werden. Beispielsweise finden sich in Fahrzeugen neben den sicherheitskritischen Systemen zur Kollisionsvermeidung und Unterstützung der eigentlichen Fahraufgabe auch Systeme zur Navigation aber auch zum Entertainment und Edutainment einfinden. Insbesondere in diesen Fällen muss die Interaktion zwischen Mensch und Maschine intuitiv und zuverlässig aufeinander abgestimmt werden.

 

Aus technologischer Sicht werden heuten die Entwicklungsmethoden beider Welten meist getrennt betrachtet: Bei weniger kritischen Systemen werden auf Basis von nutzerzentrierten Anforderungsanalysen neue multimodale Interaktiontechniken in Form von Prototypen iterativ gestaltet und direkt mit Endanwendern in realen Situationen evaluiert. Bei sicherheitskritischen Systemen ist dies nicht möglich, so dass hier vorwiegend Methoden zur Modellierung von Nutzer und Systemen und Simulationen zum Einsatz kommen. Doch für die ganzheitliche Entwicklung gebrauchstauglicher Mensch-Maschine Schnittstellen ist das Wissen über alle Methoden und Vorgehensmodelle notwendig und erfordert unter Umständen deren Anpassung.

Unsere Kompetenzen

Im Technologiecluster HMI werden die Synergien aus verschiedenen Bereichen und Gruppen im OFFIS zusammengebracht und der wissenschaftliche Exkurs zu den Themen Anforderungsanalysen, Modellierungs- und Simulationsmethoden, Gestaltung von Interaktionstechniken und Evaluationsmethoden aus der Usability, Human Error und Accessibility Perspektive gefördert.

Hieraus sollen neue Forschungs- und Dissertationsprojekte entstehen. Durch die gemeinsame Konzipierung und Durchführung von Lehrveranstaltungen zu HMI Themen, wie beispielsweise Vorlesungen, Projektgruppen, Betreuung von Abschlussarbeiten soll der wissenschaftliche Nachwuchs gestärkt werden.

Es gibt bereits eine Reihe von Forschungsprojekten im OFFIS, in denen neue Methoden der Mensch-Maschine-Schnittstelle entwickelt werden und in denen sie zum Einsatz kommen: COMBIAN, ENABLED, GAL, Haptimap, Hearing At Home, HUMAN, IMOST, Intermedia, ISi-PADAS und Loccata.

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Sprecherin des Technologieclusters
Leiter des Technologieclusters