Das Ziel des von der EU mit 2,5 Mio. Euro geförderten internationalen Projektes iCARDEA mit Forschungspartnern aus der Türkei, Österreich, Griechenland und Spanien ist die Entwicklung einer intelligenten Plattform, die es den Medizinern ermöglicht Patientendaten schnell zu filtern und dadurch die Nachsorgeuntersuchungen zu beschleunigen. Mit dem gleichen Ziel werden moderne statistische Verfahren automatisch Vorschläge für eine adäquate Behandlung des Patienten generieren. Nachdem auf diese Weise ein Behandlungsplan für einen Patienten erstellt wurde, werden die Einhaltung des Plans und dessen Erfolg semi-automatisiert basierend auf den Patientendaten überwacht. Um die medizinischen Daten aus verschiedenen Quellen auswerten zu können, werden standardisierte Austauschformate wie z.B. HL7, ISO/IEEE 11073 genutzt. Die Daten werden dadurch sowohl inhaltlich als auch strukturell homogenisiert. Teilnehmende Patienten haben über eine Webseite die Möglichkeit ihre Daten einzusehen und zu pflegen, sowie Ihre Datenschutzpräferenzen und Zugriff zu formulieren.
Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre in denen OFFIS maßgeblich in den Bereichen Datenanalyse, Standardisierung, sowie Sicherheit und Datenschutz beteiligt ist.
In den vergangen zehn Jahren konnte eine starke Zunahme der Anzahl von Implantaten zur Behandlung von chronischen Herzerkrankungen festgestellt werden. Die regelmäßige Nachsorge moderner Implantate stellt Mediziner vor eine logistische Herausforderung. Gesteigerter Planungsbedarf, erweiterte Dokumentationspflicht, erhöhte Datenmengen verbunden mit zunehmender Effizienzsteigerung bringen das Gesundheitssystem an seine Grenzen. Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien kann eine am Patienten orientierte medizinische Versorgung erheblich unterstützen
01.02.2010
31.01.2013