Verbindung von Fachlichkeit und IT

Eine Grundvoraussetzung dafür, dass betriebliche Informationssysteme die darüberliegenden Geschäftsziele optimal unterstützen können, ist, dass die Kommunikation zwischen Fach- und IT-Experten mit möglichst wenigen Reibungsverlusten ablaufen kann. Hierfür werden Konzepte benötigt, die von beiden Seiten gleichermaßen gut angewendet und verstanden werden können.
Die Informatik bietet hier auf verschiedenen Abstraktionsebenen erste Lösungsansätze an. Zwei vielversprechende Ansätze verfolgen wir in unseren aktuellen Arbeiten. Zum einen liefert das Konzept der serviceorientierten Architektur (SOA) eine Grundlage an der sich IT- und Fachexperten gleichermaßen orientieren können. Zentral ist hier der Begriff des Service, der sich sowohl in der IT als auch in der geschäftlichen Domäne wiederfindet und damit einen Brückenschlag zwischen der IT-Anwendungslandschaft und den durch sie unterstützten Geschäftsprozessen ermöglicht.

Zum anderen erlauben es domänenspezifische Sprachen (domain-specific languages, DSL) Fachexperten, die relevanten Aspekte ihrer Domäne adäquat auszudrücken. Zugleich sind solche DSL-Ausdrücke dann formal genug, um direkt in IT-Systemen umgesetzt werden zu können.

Aktuelle Forschungsfragen zur Verbindung von Fachlichkeit und IT

Die Frage, die uns zum Thema serviceorientierte Architekturen am häufigsten gestellt wird, ist "Wie komme ich von meiner existierenden Anwendungslandschaft zu einer serviceorientierten Architektur?" In diesem Zusammenhang befassen wir uns mit folgenden Themen:

  • Wie sollten Vorgehensweisen zur SOA-Einführung und -Weiterentwicklung (SOA-Evolution) gestaltet werden, um fachliche und geschäftliche Belange konsequent zu berücksichtigen?
     
  • Wie wird bei einer SOA-Einführung die existierende Anwendungslandschaft inklusive Standardsoftware berücksichtigt?
     
  • Welche Analysen, Dokumente und Werkzeuge unterstützen die SOA-Evolution?
     

 

Im Bereich der domänenspezifischen Sprachen untersuchen wir die folgenden Fragestellungen:

  • Welche Eigenschaften zeichnen Modellierungssprachen aus, die von Fachexperten verstanden und angewendet werden können?
     
  • Wie muss eine domänenspezifische Sprache beschaffen sein, damit ein in ihr formuliertes fachliches Modell in einen modellgetriebenen Entwicklungsprozess eingebracht werden kann
Ihre Ansprechpartnerin zum Thema

Projekte zum Thema


EWE-Forschungskooperation 

MINT

SOAMIG

Aktuelle Publikationen zum Thema


Matthias Postina, Jörn Trefke, Ulrike Steffens

An EA-Approach to Develop SOA Viewpoints

IEEE International Enterprise Distributed Object Computing Conference (EDOC 2010)

 

Matthias Postina, Sebastian Rohjans, Ulrike Steffens, Mathias Uslar

Views on Service Oriented Architectures in the Context of Smart Grids

First IEEE International Conference on Smart Grid Communications (2010)

 

Matthias Postina, Ulrike Steffens, Niels Streekmann, Christian Zillmann

An Approach to Holistic Service Portfolio Management Based on Graph Clustering

International Workshop on SOA Migration and Evolution - SOAME 2010