Der stark wachsende Anteil dezentraler Erzeuger an der Gesamtproduktion stellt eine höchst aktuelle Herausforderung bezüglich der Organisation, Steuerung, Prognose und Optimierung verteilter Energieerzeugung dar. Gerade die Realisierung von sogenannten Virtuellen Kraftwerken, die mehrere verteilte Erzeuger zu einem regelbaren Gesamtverbund zusammenfassen, steht im Blickpunkt der aktuellen wissenschaftlichen Debatte.
Aus diesem Grund beteiligt sich OFFIS am durch das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Forschungsverbund Energie Niedersachsen (FEN), der sich aus mehreren Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus ganz Niedersachsen zusammensetzt. Dabei werden von den einzelnen Projektpartnern unterschiedliche Aufgabenstellungen aus dem Bereich der dezentralen Energieerzeugung bearbeitet. Im Forschungsverbund Energie Niedersachsen (FEN) soll daher zur Beantwortung noch offener Fragen der folgenden Bereiche geforscht werden:
- Energiekonditionierung und -speicherung
- Energiemanagement und -steuerung
- Dezentrale Stromerzeugung, Kraft-, Wärme- und Kältekopplung
- Netzstabilität
Das Projekt gliedert sich in dreizehn Teilprojekte, von denen eins an der Universität Oldenburg und zwei im OFFIS bearbeitet werden:
Teilprojekt 2 (Uni): Entwurf und Analyse der Verbundsteuerung dezentraler Energiesysteme. Ziel dieses Teilprojektes ist es eine Entwurfsmethodik für adaptive eingebettete modulare Energieregelungen zu entwickeln.
Teilprojekt 1 (OFFIS): Simulation von Erzeugungskonzepten und Netzstrukturen. In diesem Teilprojekt wird neben den bisher unbeantwortete Fragestellung der Integration und Wirtschaftlichkeit dezentraler Anlagen wie BHKW die Frage nach der Nachhaltigkeit in der Energieversorgung gestellt.
Teilprojekt 6 (OFFIS): Einsatz thermischer Speichergeräte von Kleinverbrauchern zum Lastausgleich. Ziel ist die Entwicklung eines Steuerungskonzept zur Einbindung von Haushaltsgeräten in Lastverschiebungsmaßnahmen.
01.04.2006
31.03.2011