Model-Driven Software Development

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Flexibilität ist eine der wichtigsten Anforderungen an moderne betriebliche Informationssysteme, d.h. diese müssen schnell und kostengünstig an neue oder sich ändernde Geschäftsprozesse anpassbar sein. Die modellgetriebene Softwareentwicklung (model-driven software development, MDSD) versucht der Forderung nach erhöhter Flexibilität durch den Einsatz von Generatortechnologie Rechnung zu tragen.

Allerdings können sich modellgetriebene Ansätze nur langsam durchsetzen. Hierfür existieren verschiedene Gründe: Bestehende modellgetriebene Ansätze konzentrieren sich meist auf die Neuentwicklung und vernachlässigen die in der Praxis ausgesprochen wichtige Problematik der Integration und Evolution bestehender Softwaresysteme. Zusätzlich kapseln heutige modellgetriebene Verfahren zwar technische Plattformspezifika, benötigen aber dennoch Eingabemodelle, die konzeptionell häufig kaum abstrakter sind als Programm-Code. Die Kosten für die Erstellung und Wartung können damit nicht gesenkt werden. Ein dritter Grund ist die noch unzulängliche Werkzeugunterstützung in der modellgetriebenen Entwicklung. Am Markt angebotene Werkzeuge sind häufig auf einzelne Entwicklungsschritte spezialisiert, jedoch schlecht mit anderen Werkzeugen kombinierbar, so dass die durchgängige Unterstützung modellgetriebener Projekte zum unüberwindlichen Hindernis wird.

 

 

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Wir sehen die modellgetriebene Softwareentwicklung als ein wichtiges Mittel an, um betriebliche Informationssysteme bereits auf der Entwicklungsebene schnell und flexibel an ein sich rasch veränderndes Unternehmensumfeld anzupassen. In diesem Umfeld interessieren uns insbesondere die folgenden Fragestellungen:

  • Wie kann man Konzepte und Methoden der MDSD in die in der Praxis üblichen Prozesse der Softwareintegration und -migration einpassen?
     
  • Wie sollten Werkzeuge für die MDSD idealerweise ineinandergreifen und mit welchen Konzepten lassen sich interoperable Werkzeugketten realisieren?
     
  • Welche Modellierungskonzepte und -sprachen eignen sich dazu, Fachexperten, denen an der Umsetzung ihrer geschäftlichen Ziele gelegen ist, initial mit in den Entwicklungsprozess einzubinden?
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