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06.02.2012

Neues EU-Projekt "SALUS" zur Überwachung von Arzneimittelwirkungen gestartet

Neue Medikamente durchlaufen vor ihrer Marktzulassung klinische Studien, mit denen die Wirksamkeit des Medikaments nachgewiesen sowie unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen untersucht werden. Auch wenn diese Studien in mehreren Stufen mehrere tausend Teilnehmer umfassen, können dennoch nicht alle möglichen Neben- und Wechselwirkungen systematisch untersucht werden. Daher werden Medikamente auch nach ihrer Zulassung in Bezug auf ihre Sicherheit beobachtet. Diese Beobachtungen stützen sich bislang primär auf freiwillige Meldungen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen durch die behandelnden Ärzte, was problematisch ist, da nur ein relativ kleiner Teil der auftretenden Probleme wirklich gemeldet wird. Das im Februar 2012 gestartete EU-Projekt SALUS "Scalable, Standard based Interoperability Framework for Sustainable Proactive Post Market Safety Studies" hat sich zum Ziel gesetzt, Softwarewerkzeuge zu entwickeln und zu erproben, die eine Erkennung, Meldung und Nachverfolgung von Fällen unerwünschter Arzneimittelwirkungen anhand der Daten ermöglichen, die im Rahmen der ärztlichen Versorgung ohnehin in elektronischer Form erfasst und z.B. in einem Krankenhausinformationssystem gespeichert werden.

Neben OFFIS sind an dem Projekt die Partner SRDC (Türkei, Koordinator), EuroRec (Frankreich), WHO Collaborating Centre for International Drug Monitoring (Schweden), AGFA (Belgien), ERS (Niederlande), LISPA (Italien), INSERM (Frankreich), Hoffmann-La Roche (Schweiz) sowie das Klinikum der TU Dresden beteiligt.

Projekt Salus

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